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Weihnachten
Die wohl schönste Zeit des Jahres, in der es von Heimlichkeiten und Spannung nur so knistert, ist die Weihnachtszeit.
Der Höhepunkt, nämlich der Heiligabend am 24. Dezember, mit den darauf folgenden zwei Weihnachtsfeiertagen am 25. und 26. Dezember, wird circa vier Wochen vorher mit der Adventszeit eingeleitet. Dabei ist immer der Sonntag, der auf den Totensonntag folgt, der erste Advent. Die Kinder freuen sich besonders darauf, an diesem Sonntag mit ihren Eltern die erste Kerze anzünden zu können. An jedem weiteren Sonnten kommt eine Kerze dazu und am vierten Advent (das ist immer der letzte Sonntag vor dem Heiligabend) brennen auf dem Adventskranz oder -gesteck bereits alle vier Kerzen.
Wer ist der Nikolaus?
Der Name geht auf den heiligen Nikolaus zurück, der im vierten Jahrhundert im Römischen Reich gelebt haben soll. Heute ist er der Schutzpatron der Kinder, der Kaufleute und der Seeleute.
Er ist weltweit inzwischen unter vielen Namen bekannt geworden. Die amerikanischen Kinder nennen ihn Santa Claus. In Frankreich wird er Saint Nicolas und in Russland Sviatoi Nikolai genannt. Angeblich sollen seine sterblichen Überreste in Italien liegen, obwohl sie eigentlich in der heutigen Türkei beerdigt wurden. Die dortige Nikolaus Stiftung kämpft bis heute vergeblich um ihre Rückführung.
Der heilige Nikolaus soll verschiedene Wunder vollbracht haben. Vor allem die Seeleute schwören auf seine Hilfe, wenn sie in einen Sturm geraten. Auch hat er der Sage nach Myra vor einer großen Hungersnot bewahrt haben, indem er auf geheimnisvolle Weise das Korn an Bord eines Schiffes vermehrte. Auch soll er einen knauserigen Pilger durch die wundersame Rettung seines Sohnes aus den Fluten des Meeres bekehrt haben.
Der heilige Nikolaus spielt in der christlichen Kirche eine der Hauptrollen. Vor allem in Russland findet man sein Bildnis in jeder Kirche. Das Nikolausfest rangiert in der Russisch-Orthodoxen Kirche gleich nach Ostern, Pfingsten und Weihnachten.
Die Tradition des Verschenkens von Süßigkeiten am 6. Dezember geht auf eine Legende zurück, nachdem der heilige Nikolaus drei Jungfrauen nachts Geschenke zugesteckt haben soll. Ursprünglich soll der Nikolaus mit der Rute gekommen sein und das Verhalten der Kinder gelobt oder bestraft haben. Nach europäischer Sitte kommt die heute dem Weihnachtsmann zu.
Das Aussehen des Nikolaus geht auf die Kleiderordnung der katholischen Kirche zurück, bei denen die Bischöfe traditionell rot-weiße Roben trugen. Diese Darstellung wurde auch auf den Weihnachtsmann übertragen, obwohl die heute übliche Darstellung des Weihnachtsmanns als gütiger bärtiger Herr auf einen genialen Werbestreich eines bekannten Getränkeherstellers zurück geht. Das wurde vielfach als Gag abgetan, entspricht aber dennoch der Wahrheit.
Warum feiern wir Weihnachten?
Das Weihnachtsfest ist einer der markantesten Punkte im kirchlichen Kalender. Es geht zurück auf die Geburt des Jesuskindes, die gleichzeitig der Beginn der Christlichen Zeitrechnung war.
Die Bezeichnung Weihnachten geht auf das zwölfte Jahrhundert zurück, wo es erstmals nachweisbar als geweihte Nacht bezeichnet wurde. Es gibt auch andere Ansätze zur Erklärung dieses Namens, doch dieser ist der als am wahrscheinlichsten eingeschätzte.